Was bei Blähungen, Dreimonatskoliken und Verstopfung hilft

Wusstest du schon?

Laut "Kinderärzte im Netz" schreien 16% der Babys in Deutschland bis zum dritten Lebensmonat exzessiv, zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat sinkt die Rate auf 6%. 

Der Rhythmus von Tag und Nacht oder die Fahrt zu den Großeltern – in den ersten Wochen und Monaten müssen Babys viel „verdauen“. Manchen fällt das schwer. Diese Kinder weinen oft, ziehen die Beine an, leiden unter Blähungen. Das Schreien setzt meist nachmittags oder abends ein. Kinderärzte sprechen von „Dreimonatskoliken“ – die Schrei-Attacken beginnen um die zweite Lebenswoche und sind gegen Ende des dritten Monats in der Regel vorbei. Experten gehen davon aus, dass die Babys weinen, weil sie sich an die neue Umgebung gewöhnen müssen. Dabei schlucken sie Luft – ihr Bauch bläht sich. Wichtig ist, dass Eltern auf einen ruhigen, geregelten Tagesablauf achten.

Das hilft Stillkindern

➜ Gut, wenn Ihr Kind die Brustwarze mit seinem Mund ganz umschließt. Dann schluckt es beim Trinken nicht so viel Luft.
➜ Versuchen Sie, zunächst eine Brust zu leeren. Schnelle Wechsel zwischen den Brüsten können das Baby unnötig stressen.

Das hilft Stillkindern 

➜ Gut, wenn Ihr Kind die Brustwarze mit seinem Mund ganz umschließt. Dann schluckt es beim Trinken nicht so viel Luft.
➜ Versuchen Sie, zunächst eine Brust zu leeren. Schnelle Wechsel zwischen den Brüsten können das Baby unnötig stressen. 
➜ Trinken Sie Fenchel- oder Kümmeltee. Das beruhigt über die Muttermilch den Magen des Babys. 

Das hilft Flaschenkindern 

➜ Bei der Zubereitung des Fläschchens Wasser und Pulver mit einem langen Löffel verrühren. So entstehen weniger Luftblasen, die Blähungen verursachen können.
➜ Das Loch im Sauger darf nicht zu groß sein. Oder Anti-Kolik-Sauger verwenden, die mit einem Ventil den Luftausgleich regulieren. 

Das hilft allen 

➜ Mit einem Bäuerchen nach der Mahlzeit kann die Luft im Bauch entweichen.
➜ Der Fliegergriff: Dabei liegt das Baby bäuchlings auf dem Unterarm von Mama oder Papa, sein Köpfchen ruht in der Armbeuge.
➜ Auch gut sind Kirschkernkissen oder Babywärmflaschen. Überprüfen Sie die Temperatur an der Innenseite Ihres Unterarms.
➜ Viele Eltern schwören auf eine Bauchmassage: Mit zwei bis drei Fingern kreisend im Uhrzeigersinn um den Nabel massieren. Wer mag, kann dazu Baby- oder Kümmelöl verwenden.
➜ Gegen Blähungen, die im Darm entstehen, können ent- schäumende Medikamente aus der Apotheke helfen. 

Hilfe beim Beikost-Start 

Gegen Verstopfung das Baby hochnehmen, wippen und sanft auf den Rücken klopfen. Das schönste Mittel sind aber Streicheleinheiten. Dann gibt Babys Bäuchlein bestimmt bald wieder Ruhe...

BITTE ZUM ARZT, WENN ...

... das Baby blass und teilnahmslos ist oder auf ungewohnte Weise schreit 

... die Schmerzen länger andauern als zwei Stunden 

... der Bauch sehr hart und schmerzempfindlich ist 

... Ihr Kind nichts trinken oder essen will, Blut im Stuhl hat oder hohes Fieber dazukommt 

Foto: Getty Images/Tetra-Images

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